Was ist die Mauser beim Huhn, und warum bleiben die Eier aus?

Die Mauser kommt oft überraschend. Plötzlich liegen überall Federn, der Hals wirkt kahl, und im Nest bleiben die Eier aus. Das ist in kein Krankheitsschub, sondern der Federwechsel.

Ein Huhn trägt sein Gefieder nicht ein Leben lang. Ein- bis zweimal im Jahr, meist im Herbst, werden alte Federn abgeworfen und neue gebildet. Der Körper steckt das Protein dann in die Federn, nicht ins Ei. Deshalb legt die Henne in dieser Zeit weniger oder pausiert ganz. Die neuen Kiele, die Pinfeeder, sind empfindlich. Die Tiere brauchen Ruhe, gutes Futter und sollen nicht angefasst werden.

Wenn das Gefieder steht, läuft die Legeleistung wieder an. Wie zügig das geht, hängt an Futter, Gesundheit und daran, wie ruhig die Phase verläuft. Eine Praxisbeobachtung in der DGS 10/2026 hat zusätzlich angeschaut, Welchen Einfluss KE-Kräuterextrakt für Hühner für diese Belastung hat. 

Warum in der Mauser die Legeleistung zurück geht

Die Mauser ist kein Defekt. Die Henne tauscht das Federkleid und legt den Legeapparat eine Zeit lang still. Protein geht in die neuen Federn, nicht ins Ei. Deshalb ist eine Pause von mehreren Wochen im privaten Stall normal, besonders im Herbst.

Sichtbare Zeichen sind lückiges Gefieder an Hals, Rücken oder Schwanz, mehr Federn in der Einstreu und weniger oder keine Eier. Pinfeeder, die neuen Kiele, sind empfindlich. In dieser Zeit brauchen die Tiere Ruhe, ausreichend Protein und eine Calciumquelle für die Schale, sobald das Legen wieder einsetzt.

Was Sie im eigenen Stall beobachten können

Für die Hobby- und Kleinsthaltung ist die natürliche Mauser der relevante Fall. Eine bewusst eingeleitete Legepause, wie in der Fachstudie, ist eine Maßnahme für den erwerbsmäßigen Betrieb und gehört mit Tierarztpraxis und Veterinärbehörde abgestimmt. Sie ist keine Anleitung für den Gartenstall.

Übertragbar ist der Belastungsbogen. Auch bei Ihnen kostet der Federwechsel Substanz. Wer in dieser Phase nur aufs Nest schaut, übersieht, dass Vitalität, Futteraufnahme und Gefieder zuerst kommen. Die Eier folgen danach. Ein natürlicher Selbstschutz der Tiere.

Praxisbeobachtung im Demeter-Betrieb Gut Ogrosen

Helen Mara Pluschke, vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau, hat die Fallstudie umgesetzt und im DGS Magazin dem Fachmagazin der Geflügelbrache publiziert. Auf dem Demeter-Betrieb Gut Ogrosen wurden dazu zwei Herden mit 158 Hennen halb Zweitnutzungshuhn und halb klassische Legehybride in Mobilställen verglichen. Die Mauser startete in der 70. Lebenswoche, am 19. Dezember 2025.

Vorher lagen die Herden nah beieinander: etwa 57 Prozent Legeleistung in Stall 1, etwa 59 Prozent in Stall 2. Die Tiere waren vital, entwurmt und im Gewicht im Soll der Zuchtangaben.

Stall 2 wurde nach der Grundreinigung mit KE-Ferment behandelt. Zusätzlich wurde das Futter dieser Herde regelmäßig mit KE angefeuchtet. Stall 1 lief ohne KE. Futterumstellung, Licht und Auslauf blieben sonst gleich. KE-Kräuterextrakt für Hühner ist ein als ökologisch zertifiziertes, FiBL-gelistetes Ergänzungsfuttermittel aus 45 Bergkräutern gewonnen durch Kaltmazeration und Fermentation.

Der Wiedereinstieg in Zahlen

Die induzierte Pause hat gegriffen. Das zeigt der Einbruch. Nach 12 Tagen lag die Legeleistung in beiden Ställen bei 0 bis 6 Prozent. In der achten Woche lagen beide Herden wieder bei etwa 60 bis 70 Prozent. Danach ging die Kurve klar auseinander.

Stall 1, ohne KE, kam auf maximal 78 Prozent. Stall 2, mit KE an Stall und Futter, auf maximal 86 Prozent. Acht Prozentpunkte mehr. In der Legehennenhaltung ist das kein kleiner Abstand: Jeder Punkt Legeleistung zählt in der Eizahl und in der Wirtschaftlichkeit.

Die mit KE begleitete Herde stieg nach der Mauser steiler an und lag im betrachteten Zeitraum der zweiten Legeperiode durchgehend über der Vergleichsherde. Nicht nur in der Spitze, sondern im Verlauf. Für eine Praxisbeobachtung mit zwei Herden unter gleichen Bedingungen ist das ein starkes Ergebnis. 

Der Futterverbrauch lag etwas höher: 114,6 Gramm je Tier und Tag mit KE, 110,5 Gramm ohne KE. Die Eigröße stieg in beiden Ställen nach einem kurzen M-Bereich rasch auf L und XL.

Fazit für die Praxis

Auch für private Haltungen  ist die Mauser eine Belastungsphase, die ein gutes Management erfordert! Proteinreiches Futter, Ruhe, trockene Einstreu und ein wacher Blick auf Gefieder und Gewicht sind wichtig.

KE-Kräuterextrakt kann diese Phase begleiten. In der DGS-Beobachtung kam die so begleitete Herde besser zur Legeleistung zurück. 

Dieselbe Begleitung ist nicht auf die Mauser begrenzt. Auch Brut, Legephase, Stallpflicht, Hitze oder der Umstieg nach einem Zukauf fordern Darm und Gefieder. KE-Kräuterextrakt ist als Ergänzung über Futter oder Trinkwasser für genau diese Zeiten ein idealer Begleiter: Die 45 fermentierten Bio-Kräuter unterstützen Darmflora, Gefieder und Haut. Für Glückliche Hühner auch in anstrengenden Zeiten!

Quellen

Helen Mara Pluschke: Länger leben, länger legen: Mauser in der Ökohaltung. DGS Magazin 10/2026, S. 38–41. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Ökologischen Landbau, Trenthorst. Fallstudie Gut Ogrosen, zwei Mobilställe, je 158 Hennen, Start der Mauser 19.12.2025.