Warum feine Partikel kritisch sind
Je feiner die Partikel, desto tiefer können sie in die Atemwege eindringen.
Partikel unter 10 µm gelten als thoracal (sie erreichen die tieferen Atemwege), Partikel unter 5 µm sogar als respirabel – sie können bis in die Lungenbläschen und Luftsäcke vordringen.¹ Genau dieser Feinanteil ist gesundheitlich besonders relevant. Ein Staubbad, das seine Aufgabe erfüllt und gleichzeitig möglichst wenig lungengängigen Feinstaub freisetzt, ist deshalb ein klarer Vorteil für das Tierwohl.
Wie empfindlich sind Hühnerlungen eigentlich gegenüber Stallstaub?
Hühner haben ein besonders leistungsfähiges, aber auch empfindliches Atmungssystem mit starrer Lunge und Luftsäcken. Diese hohe Effizienz macht sie anfälliger für belastete Stallluft.[1]
Feine Staubpartikel (besonders unter 5–10 µm) können bis tief in die Atemwege und Luftsäcke vordringen.[1][2] Problematisch wird es, wenn dieser Feinstaub mit Ammoniak und Fäulnisbakterien aus der Einstreu kombiniert wird. Ammoniak reizt die Schleimhäute stark und schwächt die Abwehr der Atemwege.[3][4] Bakterien und ihre Endotoxine, die sich in feuchter oder verschmutzter Einstreu bilden, können über den Staub eingeatmet werden und Entzündungen sowie Infektionen begünstigen.[1][2]
Deshalb ist weniger lungengängiger Feinstaub ein direkter Beitrag zur Atemwegsgesundheit und zum Tierwohl.
Unabhängiger Vergleich dreier Staubbäder
Die Korngrößenverteilung von Cumbasil Mite, Hüfisan und Geflügelherz wurde im Juli 2026 unabhängigen Speziallabor Dorfner Anzaplan GmbH (Hirschau) mittels Laserbeugung nach ISO 13320 analysiert.
- Cumbasil Mite
- Hüfisan (<0,5mm)
- Geflügelherz
Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede:
Der Bereich unter 10 µm – der thoracale Feinstaub
Partikel unter 10 µm gelten als thoracal. Sie gelangen in die tieferen Atemwege und können dort die Schleimhäute belasten. Je höher dieser Anteil im Staubbad ist, desto mehr potenziell lungengängiger Staub wird beim Scharren und Baden freigesetzt.
Die Untersuchung zeigt hier bereits deutliche Unterschiede:
Produktanteil < 10 µm
- Cumbasil Mite 8,5%
- Hüfisan 16,1% +90% mehr
- Geflügelherz 19,4%. +128% mehr
Cumbasil Mite liegt in diesem Bereich klar am niedrigsten. Die beiden Vergleichsprodukte weisen deutlich höhere Anteile an thoracalem Feinstaub auf.
Noch kritischer: Der Bereich unter 5 µm
Noch relevanter für die Atemwegsgesundheit ist der Bereich unter 5 µm. Diese besonders feinen Partikel gelten als respirabel – sie können bis in die Lungenbläschen vordringen.
Hier werden die Unterschiede noch klarer:
Produkt Anteil < 5 µm
- Cumbasil Mite 4,2 %
- Hüfisan 9,3% +121% mehr
- Geflügelherz 11,5% +174% mehr
Im besonders kritischen Bereich unter 5 µm liegt Cumbasil Mite weniger als halb so hoch wie die beiden Mitbewerber. Das ist ein klarer Vorteil für die Atemwegsbelastung der Hühner.
Zusätzlicher Aspekt zur Wirksamkeit
Bei Hüfisan wurde im Rahmen der Untersuchung nur die Fraktion < 0,5 mm per Laserbeugung analysiert. Der grobe Anteil > 0,5 mm macht laut Siebung rund 40 % des Produkts aus und wurde vorher abgetrennt.
Dieser grobe Anteil trägt zur direkten Wirkung gegen Milben praktisch nicht bei, da die Wirksamkeit von Staubbädern vor allem über feine Partikel mit hoher spezifischer Oberfläche erfolgt. Das bedeutet: Ein großer Anteil des Produktes hat für die Milbenbekämpfung keine relevante Funktion. Die untersuchten Werte für Hüfisan beziehen sich somit ausschließlich auf den abgesiebten Feinanteil.
Korngröße und mineralogische Zusammensetzung
Neben der Korngröße spielt auch die mineralogische Zusammensetzung eine Rolle.
Klassische Diatomeenerde (Kieselgur) besteht überwiegend aus amorphem Siliziumdioxid. Diese Produkte gelten als Biozide und dürfen nicht als Staubbad eingesetzt werden.
Alle drei hier verglichenen Staubbäder stammen aus basischen Ausgangsgesteinen und enthalten kristallines Siliziumdioxid (Quarz). Für Cumbasil Mite liegt der Nachweis vor, dass es kein Biozid ist und als Staubbad am Tier eingesetzt werden darf. Gerade bei kristallinen Silikatstäuben ist die Feinstaubbelastung jedoch besonders relevant für die Atemwegsgesundheit der Hühner.
Der vorliegende Vergleich konzentriert sich daher auf die nachgewiesenen Unterschiede in der Korngrößenverteilung – also darauf, wie viel potenziell lungengängiger Feinstaub freigesetzt werden kann.
Fazit für die Praxis
Die unabhängigen Messungen belegen: Cumbasil Mite setzt im Vergleich zu den beiden Mitbewerbern deutlich weniger lungengängige Feinstaubpartikel frei.
Im Bereich unter 10 µm liegt der Anteil bei Cumbasil Mite ca.
- 47 % niedriger als bei Hüfisan und ca.
- 56 % niedriger als bei Geflügelherz.
Im besonders kritischen Bereich unter 5 µm ist der Unterschied noch größer:
- ca. 55 % niedriger als bei Hüfisan und
- ca. 63 % niedriger als bei Geflügelherz.
Da Cumbasil Mite als kristallines Silikatprodukt den Nachweis erbracht hat, kein Biozid zu sein, und gleichzeitig die niedrigsten Anteile an thorakalem und respirablem Feinstaub aufweist, verbindet es die mechanische Wirkung gegen die Rote Vogelmilbe mit einer vergleichsweise geringen Belastung der Atemwege.
Mit Cumbasil Mite entscheiden Sie sich für ein Staubbad, das Wirksamkeit und Atemwegsgesundheit Ihrer Hühner in Einklang bringt.
Fußnoten / Quellen
¹ Nach den internationalen Normen ISO 7708 und EN 481 (Definition der gesundheitsrelevanten Partikelfraktionen für die Luftmessung).
[2] Wang et al. (2023): Particulate matter in poultry house on poultry respiratory disease: a systematic review. Poultry Science.
[3] Yasmeen (2025): A comprehensive review on PM, gaseous and biological emissions… World’s Poultry Science Journal.
[4] Fachliteratur zu den Auswirkungen von Ammoniak und Stallstaub auf die Atemwege von Geflügel (u. a. Poultry Science / Avian Diseases).
Cumbasil Mite
Cumbasil Mite 25kg & CUMBASIL BOOSTER 400g - Das DUO für chemielosen Milbenschutz und Pflege
